Das+Textil+der+ZukunftDas Textil der Zukunft

Das 1.Forum der smart-textiles Plattform am 4.3.2010 in Wien war ein voller Erfolg.

Technologie ist in den letzten Jahren spürbarer geworden im Leben vieler Menschen. Ob Computer, Handys, das Internet oder GPS, wir verwenden heute viele dieser Dinge wie selbstverständlich im Alltag.
Auf Basis dieser Entwicklung wird seit ungefähr einem Jahrzehnt intensiv daran gearbeitet, innovative intelligente Funktionen auch in textile Materialien, Stoffe und Kleidung zu integrieren.
2009 wurde dazu in Österreich die smart-textiles Plattform ins Leben gerufen. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, innovative Ideen österreichischer Unternehmen im Bereich smart textiles / smart fashion zu unterstützen und zu vernetzen.
Nach Aufbau und Launch im Jahr 2009 hat jetzt am 4. März 2010 das 1. Forum der smart-textiles Plattform in Wien stattgefunden. Interessierte Firmen und Vertreter nationaler wie internationaler Institutionen sind dazu im Haus der Textilindustrie Österreich zusammengekommen. Sie konnten sich in dieser eintägigen Veranstaltung einen Überblick zur Situation im deutschsprachigen Raum, verschaffen und erste Kontakte in Richtung möglicher Kooperationen herstellen.

Begrüßt wurden die Teilnehmer von Ing. Reinhard Backhausen, der als  Präsident des Fachverbandes Textil einer der wesentlichen Initiatoren dieser Plattform ist. Dr. Erich Zippel, Geschäftsführer des ÖTI - Institut für Ökologie, Technik und Innovation GmbH (Bild 2), welches als Träger der smart-textiles Plattform fungiert präsentierte in Folge kurz die unterschiedlichen Arbeits- und Forschungsbereich sowie Aufgaben des ÖTI. Als Vertreter der zweiten Sparte, die an der Entwicklung von Smart Textiles großen Anteil hat und auch die Plattform wesentlich mit initiierte sprach Dr. Lothar Roitner, Geschäftsführer des Fachverbandes der Elektro- und Elektronikindustrie.

Smart Textiles verbinden elektronische Komponenten mit textilen Strukturen und reagieren auf Umwelteinflüsse bzw. interagieren mit der Umgebung. Sie sind damit ein neuartiges hybrides Produkt, das interdisziplinäres Arbeiten erfordert und Bereiche miteinander in Verbindung bringt, die bisher wenig Berührungspunkte zueinander hatten. Dass die smart-textiles Plattform sowohl Textil als auch Elektronik von Anfang an verbindet darf somit als einer der großen Erfolge dieser Initiative betrachtet werden. In dieser Form ist das auch europaweit einzigartig.

Em. Univ. Prof. DDR. Helmut Detter, Präsident der österreichischen Gesellschaft für Mikrosystemtechnik und Technologietransfer und einer der wichtigsten Mitstreiter dieser gesamten Initiative betonte in Folge die Wichtigkeit der Integration des wissenschaftlich-universitären Bereichs bei der Entwicklung von intelligenten Textilien.

Andrea Häußermann, BEng gab als Leiterin der smart-textiles Plattform  daran anschließend einen Überblick zu Zielsetzungen und Kernthemen. Dazu gehören etwa die Vermittlung von Kooperationen zwischen Firmen, Beratung zu Förderungs- und Innovationsmaßnahmen und Planung eines Projekts aber auch Qualitätsdefinitionen auf dem Smart Textiles Sektor, Normierung oder die Thematik von Smart Textiles & Ökologie. (siehe Bild 1)

In zwei Impulsreferaten von Forschungspartnern der Plattform aus Deutschland, dem Institut für Textiltechnik der RWTH Aachen und dem TITV Greiz / Institut für Spezialtextilien und flexible Materialien konnten die Teilnehmer erste Einblicke in den aktuellen Stand der Entwicklung gewinnen. Anhand von Prototypen und ersten realisierten Anwendungen bzw. Produkten konnte man dabei sehen, in welche Richtungen die Entwicklungen bisher gehen.

Herr DI Julian Eichhoff von der RWTH Aachen sprach einerseits über Smart Textiles Anwendungen für Sicherheitsbekleidung, in der Medizintechnik und im Lifestylebereich. Er erwähnte aber auch Probleme, die bei der Entwicklung und Umsetzung auftauchen, wie etwa das Thema Robustheit, was das Waschen betrifft oder das Fehlen von Prozessketten und Herstellungskonzepten bei der industriellen Fertigung.

Frau DI Sabine Gimpel vom TITV Greiz gab einen Überblick über Forschungsschwerpunkte- und Projekte ihres Instituts. Diese liegen unter anderem auf den Gebieten des Fahrzeugbaus, der Medizintechnik, der Schutz- und Sicherheitstechnik. Dazu umfassen sie Dinge wie textile Heiz- und Kühlsysteme, leitfähige textile Strukturen, textilbasierte Sensorik oder textile Solarzellenstrukturen.

Daran angeschlossen folgte eine Reihe von Projekt- und Firmenpräsentationen aus den Bereichen Textil, Textilveredelung, Bekleidung, Elektronik und IT, die bisherige Entwicklungen in diesem Bereich sichtbar gemacht hat. Zugleich wurde dabei auch klar, welches Angebot an Entwicklungen und Produkten schon zur Verfügung steht bzw. wer bestimmte Dinge sucht. (siehe Bild 3)

Zuletzt gab Frau Dr. Brigitte Robien von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) einen Überblick zu Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten für den Bereich Smart Textiles.

Nach einer kurzen Pause wurden alle Teilnehmer in vier Arbeitsgruppen aufgeteilt. Dort wurde gezielt versucht, im direkten Gespräch miteinander erste Berührungspunkte zwischen potentiellen Partnern zu entwickeln, konkrete Bedürfnisse zu ermitteln und Ansätze zu möglichen gemeinsamen Projekten herauszuarbeiten. (siehe Bild 4 und 5)

Insgesamt war dieses 1. Forum der smart-textiles Plattform ein großer Erfolg, als es gelungen ist, 34 Firmen und Institutionen an einem Tisch zu vereinen und sie einander anzunähern.

Für die österreichische Textil-, Bekleidung-, Elektro- und Elektronikindustrie, für den IT-Bereich aber auch für Forschungsinstitutionen und Universitäten ist damit ein wichtiger Anfangspunkt gesetzt, sich gezielt mit dem Bereich smart textiles / smart fashion auseinander zu setzen und Entwicklungen in diese Richtung zu starten und auszuweiten.

Wolfgang Langeder, von AustrianFashion.Net

Teilnehmerliste:

A. Haberkorn & Co. GmbH

Werndlstr.3, 4240 Freistadt

www.a-haberkorn.at

Akademie der bildenden Künste

Karl Schweighofergasse 3, 1070 Wien

www.akbild.ac.at

AKG Acoustics GmbH

Lemböckgasse 21-25, 1230 Wien

AMOHR Techn. Textilien

Am Ostbahnhof 11, 2136 Laa Thaya

www.amohr.com

AT&s AG

Am Euro Platz 1, 1120 Wien

www.ats.net

Backhausen Interior Textiles

Hoheneich 136, 3945 Hoheneich

www.backhausen.com

Becom Electronics GmbH

Technikerstr. 1, 7442 Lockenhaus

www.becom.at

Blue Chip Energy GmbH

Europastrasse 9, 7540 Güssing

www.bluechip-energy.at

Fachverband der Textilindustrie Österreichs

Rudolfsplatz 12, PF 197, 1013 Wien

www.textilindustrie.at

Fachverband der Elektro-und Elektronikindustrie

Mariahilfer Str 37-39, 1060 Wien

www.feei.at

FFG Österreichische Forschungsförderungs-gesellschaft mbH

Sensengasse 1, A-1090 Wien 

www.ffg.at

Frencys GmbH

Brauhausgasse 7, 2325 Himberg

www.frencys.com

HITEC Marketing

Lothringerstr. 14, 1030 Wien

www.hitec.at

Huyck.Wangner Austria GmbH

Huyckstr. 1, 2640 Gloggnitz

www.xerium.com

Institut für Textiltechnik der RWTH Aachen

Otto-Blumenthal-Str. 1 , D-52074 Aachen

www.ita.rwth-aachen.de

OGMS Österreichische Gesellschaft für Mikrosystemtechnik

Floragasse 7/2, A-1040 Wien

www.ogms.at

ÖTI-Institut für Ökologie, Technik und Innovation GmbH

Spengergasse 20, 1050 Wien,  

www.oeti.at , www.smart-textiles.at

Ötscher Berufskleidung Götzl GesmbH

Ötscherplatz 1, 3300 Amstetten

www.oetscher.com

Platingtech Beschichtungs GmbH

Parkring 2, 8712 Nicklasdorf

www.platingtech.at

Schoeller GmbH & Co. KG

Mariahilferstr. 29, A-6900 Bregenz

www.schoeller-wool.com

Texport GmbH

Franz Sauer Str. 30, 5020 Salzburg

www.texport.at

Textilveredlung Grabher GmbH (Grabher Group)

Augartenstr. 27, 6890 Lustenau

www.grabher-group.at

TITV Greiz Institut für Spezialtextilien und flexible Materialien, Textilforschungsinstitut

Thüringen-Vogtland e.V., Zeulenrodaer Straße 42-44, D-07973 Greiz

www.titv-greiz.de

Triumph International

Wiener Strasse 121-123, 2700 Wiener Neustadt

www.triumph.at

TVS Textilverband Schweiz

Waldmannstr. 6, CH-9014 St. Gallen

www.swisstextiles.ch

VRVIs Zentrum für Virtual Reality und Visualisierung Forschungs GmbH                            

Donau-City-Str. 1, 1220 Wien

www.vrvis.at

Bild 1: Andrea Häussermann BEng., Leitung Geschäftsbereichs Innovation des ÖTI Institut für Ökologie, Technik und Innovation GmbH

Bild 2: Dr. Erich Zippel, Leiter des ÖTI Institut für Ökologie, Technik und Innovation GmbH

Bild 3: Dr. Peter Raimann, Platingtech Beschichtungs GmbH

Bild 4: Pause

Bild 5: Arbeitsgruppen/ Openspace

 


 

%22Zum+Thema+Haut%5Bdot%5D+Vom+Sp%5Band%5Duuml%3Bren%2C"Zum Thema Haut. Vom Spüren,

Schmieren+und+Verzieren%22Schmieren und Verzieren"

Berichtet am Sa. 20.2. das ORF Radio in der Sendung Diagonal (Ö1, 17:05 - 18:45) mit einem Interview mit Hr. Ing. Trappl, Leiter des Geschäftsbereiches Textil- und Bekleidungstechnik im ÖTI.

Sie ist mit eineinhalb bis zwei Quadratmetern nicht unser flächengrößtes Organ - das ist der Darm mit 300 Mal größerer Oberfläche. Doch der lässt sich nicht so gut zu Markte tragen.
Die Haut ist unsere Visitenkarte - gestaltbar mit Hilfe von Transplantationen, Tätowierungen und Piercings, oder auch nur mit Tinkturen für makellosen Teint.

Wie viel Haut zu zeigen sich geziemt, hängt von der Kultur ab, in der man sich bewegt, schwankt mit Temperatur und Mode. Und mit dem Hormonzustand, wie die Verhaltensbiologie in Versuchen in Diskotheken herausgefunden hat. Aufgrund ihrer Farbe wird diskriminiert. Je heller, desto wohlhabender, gebildeter, gesünder und reicher, so gilt es in vielen Ländern der Welt.

Die Haut ist ein biologisches Wunderwerk - schützende Grenze zwischen Innen und Außen, zuständig für Feuchtigkeitsaustausch, Wärmeregulation und Keimabwehr; je nach Bedarf zart oder zäh wie Leder (das ja auch Haut ist). Ein bis zu zehn Kilogramm schweres, sich ständig erneuerndes Organ, mit dem wir auch die Welt wahrnehmen, lust- oder schmerzvoll: Man ist dünnhäutig, man fühlt sich lebendig gehäutet, die Nerven liegen blank, etwas geht einem unter die Haut ...

 


 

Smart-textiles+ist+onlineSmart-textiles ist online

Dezember 2009

Über www.smart-textiles.at kann man sich ab sofort über die smart-textiles PLATTFORM, die Initiative rund um die Textil-Generation 2.0, informieren. Neben den Neuigkeiten aus dem Bereich Smart Textiles gibt die Website einen Überblick über das breite Leistungsportfolio, Veranstaltungen sowie Projekte und gibt Antworten auf die häufigsten Fragen. Besondere Serviceangebote bietet  die smart-textiles PLATTFORM Mitgliedern und Partnern, die die Möglichkeit haben, sich dort zu präsentieren. Ziel der smart-textiles PLATTFORM ist es, Unternehmen und Institutionen bei ihrem Engagement im Geschäftsfeld Smart Textiles zu unterstützen.

 


 

Launch+der+smart+textiles+PLATTFORM+im+September+2009Launch der smart textiles PLATTFORM im September 2009

MFC (Man Made Fibers Congress) in Dornbirn

Im Rahmen des Messestandes des ÖTI wurde interessierten Standbesuchern die smart-textiles PLATTFORM und die Vorteile für Mitglieder vorgestellt

                                                                                                   

 

Pr%5Band%5Dauml%3Bsentation+der+smart-textiles+PLATTFORM+Präsentation der smart-textiles PLATTFORM

Jahrespressekonferenz des Fachverbandes der Textilindustrie Österreichs

Die gemeinsame Innovations-Initiatve des Fachverbands der Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI), des Fachverband der Textilindustrie und die smart textiles PLATTFORM, wurde in Wien und in Götzis Ende September 2009 offiziell aus der Taufe gehoben.

                                

 

Erste+MedienberichteErste Medienberichte

Ab 2009 kooperiert die Textilindustrie mit der Elektro- und Elektronikindustrie...

um "beidseitige Kompetenzen" für künftige Forschungsprojekte zu nutzen, kündigten Hr. Backhausen (Präsident der österreichischen Textilindustrie) und der Obmann des Fachverbands der Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI), Albert Hochleitner, heute an. Unter dem Stichwort "Smart Textiles" sollen "Produktvisionen" wie ein in Bekleidung eingebauter Airbag zum Verletzungsschutz, Sensorbekleidung zur Lebensrettung oder Wohntextilien, die ihre Farbe verändern, realisiert werden.“ (Auszug aus Wirtschaftsblatt Beitrag 28.9.2009)

NÖ Textilindustrie will mit Innovationen punkten

Um die Konkurrenzfähigkeit der heimischen Textilindustrie, darunter 16 Unternehmen aus Niederösterreich, zu steigern und neue Märkte zu erschließen, setzt der Präsident der österreichischen Textilindustrie Reinhard Backhausen auf Innovationen und Synergien. Diesem Zweck dient die kürzlich ins Leben gerufene Forschungsplattform Smart Textiles am ÖTI - Institut für Ökologie, Technik und Innovation GmbH.
Zusammen mit dem Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie und dem Fachverband der Bekleidungsindustrie wollen wir neuartige Textilien generieren, die kaum nachzumachen sind”, erklärt Backhausen. “Gegenüber asiatischen Billiglohnländern können wir nur mit Qualität und Forschergeist punkten. Wir haben in Österreich ausgezeichnet ausgebildete Mitarbeiter mit hohem Innovationspotential. Das müssen wir nutzen, um uns international zu behaupten.” Im Bereich der technischen Textilien ortet er interessante Möglichkeiten durch den Einsatz eingebauter Sensoren.“
(Auszug aus NÖ Wirtschaftspressedienst Beitrag 2.10.2009)